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LinkedIn Outreach skalieren: Von 0 auf 100 SDR-Nachrichten pro Tag

Jackson Ly
Jackson Ly
CTO
Veröffentlicht am 12. November 2025
9 Min. Lesezeit
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Wie ich SDR Outreach von 0 auf 100 LinkedIn-Nachrichten pro Tag skaliert habe (und was ich anders machen würde)

Ich habe mit meinem ersten Unternehmen in einem Jahr 125.000€ Nettoumsatz gemacht. Nicht durch bezahlte Ads, nicht durch fancy Funnels, sondern hauptsächlich durch LinkedIn Outreach.

Aber der Weg dahin war alles andere als smooth. Ich habe Monate verschwendet mit falschen Strategien, Tools, die nichts brachten, und Nachrichten, die keiner beantworten wollte.

Diese Erfahrungen haben direkt zur Entstehung von FastPal geführt. In diesem Artikel zeige ich dir genau, wie ich mein SDR System aufgebaut habe, welche Fehler du vermeiden solltest, und wie du mit den richtigen Tools und Strategien wirklich skalieren kannst, ohne dass deine Conversion-Rate in den Keller geht.

Warum überhaupt LinkedIn Outreach?

Bevor wir in die Taktiken einsteigen, lass uns kurz klären: Warum LinkedIn?

Die Antwort ist simpel. Bei B2B gibt es keine bessere Plattform, um Entscheider direkt zu erreichen. Während du bei E-Mail-Kampagnen gegen Spam-Filter kämpfst und bei Cold Calls sofort abgewimmelt wirst, bietet LinkedIn dir direkten Zugang zu CEOs, CTOs und Geschäftsführern.

Aber, und das ist wichtig: Die meisten machen LinkedIn Outreach komplett falsch.

Sie spammen Standard-Nachrichten, kopieren irgendwelche Templates aus YouTube-Videos, und wundern sich dann, warum niemand antwortet. Der Unterschied zwischen 5% und 40% Response-Rate liegt in den Details, und genau diese Details zeige ich dir jetzt.

Phase 1: Die ersten Clients (0-10 Kunden)

Der Start: Komplett manuell

Am Anfang hatte ich null Ahnung von Automatisierung. Ich habe buchstäblich jeden einzelnen Lead manuell auf LinkedIn gesucht, das Profil durchgeschaut, und eine individuelle Nachricht geschrieben.

War das zeitaufwendig? Absolut.

War es effektiv? Verdammt ja.

Meine Response-Rate lag bei 40%. Warum? Weil jede Nachricht personalisiert war. Ich habe mir wirklich die Zeit genommen, das Profil der Person anzuschauen:

  • Hat die Person einen interessanten Post geteilt? Darauf bin ich eingegangen.
  • Haben wir gemeinsame Connections? Das habe ich erwähnt.
  • Arbeitet die Person in einer spannenden Branche? Habe ich als Hook verwendet.

Meine erste Nachricht sah ungefähr so aus:

"Hey [Name], habe deinen Post über [konkretes Thema] gesehen. Finds krass, wie du [spezifisches Detail]. Ich habe [ähnliche Erfahrung] gemacht. Wie läuft das bei dir mit [relevante Frage zu deren Business]?"

Kein Pitch. Keine Verkaufsmasche. Nur echtes Interesse.

Die zweite Nachricht war dann der Übergang. Ich habe tiefer gegraben und nach Pain Points gesucht. Bei Marketing-Kunden war es meistens:

  • Zu wenig Zeit für Content-Erstellung
  • Schlechte Conversion trotz viel Content
  • Keine Strategie für Short-Form Video

Die Free-Value-Strategie, die wirklich funktioniert

Hier kommt der Game-Changer: Ich habe kostenlos Wert geliefert, bevor ich überhaupt nach einem Verkaufsgespräch gefragt habe.

Die Strategie sah so aus:

"Hey, ich sehe du machst schon geilen Content auf LinkedIn. Hätte mega Potenzial als Reels. Ich schick dir mal 3 Script-Ideen rüber, komplett kostenlos. Wenn du Bock hast, kannst du die aufnehmen und ich schneide sie dir zusammen. Kein Haken, will einfach nur zeigen, was möglich ist."

Die Conversion-Rate dieser Strategie? 20-40%.

Die Leute haben die Videos aufgenommen, ich habe sie geschnitten, und sie waren begeistert. Dann kam der Pitch:

"Geil, dass es dir gefällt. Mein Ziel ist, langfristig mit dir zu arbeiten. Hättest du Interesse an einem Retainer-Modell?"

Meistens haben sie ja gesagt.

Wichtig: Du kannst nicht einfach Free Value liefern und hoffen, dass sie von selbst zu dir kommen. Du musst nach dem Free Value direkt pitchen. Sonst arbeitest du umsonst.

Die ersten 10 Kunden: Zahlen und Fakten

  • Zeitraum: Circa 6 Monate von Start bis Kunde #10
  • Outreach-Volumen: Anfangs 20-30 Nachrichten pro Tag, komplett manuell
  • Response-Rate: 40% bei individuellen Nachrichten
  • Meeting-Rate: Aus 10 Antworten wurden circa 3-4 Calls
  • Close-Rate: Aus 4 Calls wurde 1 zahlender Kunde
  • Preismodell: €1.500 - €3.000 pro Monat, Retainer-Basis

Phase 2: Skalierung durch Automatisierung (10-50 Kunden)

Das Problem: Ich hatte keine Zeit mehr

Als ich 10 aktive Kunden hatte, verbrachte ich 80% meiner Zeit mit Outreach und nur 20% mit Fulfillment. Das war nicht nachhaltig.

Ich musste automatisieren, aber ich wollte nicht die Conversion-Rate opfern.

Mein Tech-Stack: LinkedIn Sales Navigator + Dripify

LinkedIn Sales Navigator ist die Basis für alles. Ohne Sales Navigator kannst du nicht vernünftig skalieren, weil du einfach nicht die Filter-Optionen hast, um deine ICP (Ideal Customer Profile) zu finden.

Meine typischen Filter:

  • Branche: Z.B. Software, Marketing-Agenturen, Maschinenbau
  • Unternehmensgröße: 11-50 Mitarbeiter (Sweet Spot für mein Angebot)
  • Standort: Deutschland, DACH-Region
  • Jobtitel: CEO, Geschäftsführer, Marketing Director

Dripify habe ich für die Automatisierung verwendet. Hier ist, was ich automatisiert habe:

  • Connection-Requests (mit personalisierten Nachrichten)
  • Follow-up-Nachrichten (2-3 in einer Sequenz)
  • Automatisches Profil-Viewing (um auf dem Radar zu bleiben)

Was ich NICHT automatisiert habe:

  • Die erste individuelle Nachricht nach dem Accept
  • Antworten auf tatsächliche Rückmeldungen
  • Die Sales-Gespräche selbst

Automatisierung vs. Individualisierung: Der Trade-off

Mit Automatisierung sank meine Response-Rate von 40% auf 20%. Das war der Preis für Skalierung.

Aber: 20% Response-Rate bei 100 Nachrichten pro Tag sind 20 Antworten. Das sind mehr Conversations als 40% bei 30 Nachrichten (12 Antworten).

Die Rechnung geht also auf, solange deine automatisierten Nachrichten nicht komplett generisch sind.

Meine Lösung: 80/20 Split

  • 80% automatisiert: Für Volumen und Scale
  • 20% manuell: Für High-Value Prospects

Wenn ich einen wirklich krassen Lead gesehen habe (großes Unternehmen, perfektes ICP, gute Connections), dann habe ich die Zeit investiert und eine komplett individuelle Nachricht geschrieben.

Für den Rest habe ich Dripify laufen lassen mit halbwegs personalisierten Templates.

LinkedIn-Limits und wie du sie umgehst

LinkedIn hat strikte Limits:

  • Circa 100 Connection Requests pro Woche (ohne Sales Navigator)
  • Mit Sales Navigator: Circa 200 pro Woche
  • Nachrichten: Unbegrenzt, aber bei zu viel Spam wirst du eingeschränkt

Ich wurde nie gebannt oder eingeschränkt, weil ich ein paar Regeln befolgt habe:

  1. Langsam hochfahren: Nicht sofort 100 Requests am Tag, sondern schrittweise steigern
  2. Wochenenden pausieren: Automatisierung nur Montag-Freitag
  3. Keine generischen Standard-Nachrichten: Immer Variablen verwenden (Name, Firma, Branche)

Die ICP-Revolution: Warum spezifisches Targeting alles verändert hat

Am Anfang hatte ich eine riesen Liste mit 3.000 Leads. Alle irgendwie im Marketing, alle irgendwie Geschäftsführer. Aber die Qualität war Müll.

Der Wendepunkt kam, als ich mit meinem Co-Founder über ICP gesprochen habe. Wir haben uns entschieden, nicht mehr auf Masse zu gehen, sondern auf Qualität.

Unser neuer Prozess:

  1. Wir haben 3 spezifische ICPs definiert (nicht 50, nicht 10, genau 3)
  2. Für jedes ICP haben wir genaue Kriterien festgelegt:
    • Branche (z.B. Maschinenbau, SaaS, Beratung)
    • Unternehmensgröße (11-50 Mitarbeiter)
    • Pain Point (z.B. zu wenig Leads, schlechte Conversion, keine Video-Strategie)
    • Entscheider-Rolle (CEO, CMO, CTO)
  3. Wir haben NUR noch Leads kontaktiert, die in diese ICPs passten

Das Ergebnis?

Die Meeting-Quality stieg massiv. Statt 10 Calls mit Leuten zu haben, die eigentlich nicht passen, hatte ich 5 Calls mit Leuten, die wirklich kaufbereit waren.

Meine Close-Rate verdoppelte sich.

Tools, die ich NICHT empfehle

Ich habe viel Geld für Tools ausgegeben, die am Ende nichts gebracht haben:

  • Hunter.io, Apollo: Für E-Mail-Findung. Hat bei LinkedIn-zentriertem Outreach nichts gebracht.
  • Komplex CRMs wie HubSpot: Total overkill, wenn du nur 10-20 aktive Deals hast. Ein Google Sheet reicht.

Bleib einfach. LinkedIn Sales Navigator + Dripify + Google Sheet. Das war mein kompletter Stack.

Phase 3: Die größten Fehler und was ich daraus gelernt habe

Fehler #1: Coffee Chats akzeptieren

Am Anfang habe ich jeden "Lass uns mal quatschen"-Request akzeptiert. Großer Fehler.

90% dieser Calls führten zu nichts. Die Leute wollten nur Infos abgreifen, Netzwerken, oder hatten einfach kein Budget.

Lösung: Ich habe angefangen, Coffee Chats höflich abzulehnen:

"Hey, danke für die Anfrage! Aktuell bin ich ziemlich ausgebucht mit Projekten. Wenn du Interesse an einer Zusammenarbeit hast, können wir gerne einen kurzen Call machen, wo ich dir zeige, wie wir arbeiten. Ansonsten können wir uns gerne bei LinkedIn weiter austauschen."

Damit filtere ich sofort die Zeitverschwender raus.

Fehler #2: Zu breites Targeting

Wie gesagt, meine ersten Listen waren viel zu breit. Ich habe versucht, jeden anzusprechen, der irgendwie ins Marketing passt.

Das führte zu:

  • Schlechten Meetings mit unqualifizierten Leads
  • Niedriger Close-Rate
  • Verschwendeter Zeit

Lösung: ICP-basiertes Targeting. Lieber 500 perfekte Leads als 3.000 mittelmäßige.

Fehler #3: Zu viel Automatisierung, zu wenig Personalisierung

In meiner Skalierungs-Phase habe ich zu sehr auf Automatisierung gesetzt. Die Nachrichten waren zu generisch, die Response-Rate sank auf unter 15%.

Lösung: Zurück zu einem 80/20 Split. Automatisierung für Scale, aber High-Value Leads bekommen individuelle Ansprache.

Fehler #4: Cold Calling ohne Strategie

Ich habe Cold Calling versucht. Hat bei mir nicht funktioniert. Wahrscheinlich, weil ich nicht gut genug darin war, oder weil mein Produkt nicht für Cold Calls geeignet war.

Für andere funktioniert Cold Calling super. Aber für mich war LinkedIn der bessere Kanal.

Was ich heute anders machen würde

Wenn ich nochmal von vorne starten müsste, würde ich:

  1. Sofort mit ICP-Definition starten: Keine Zeit mit breiten Listen verschwenden
  2. Free Value als Standard-Taktik: Von Anfang an Videos/Scripts/Strategien kostenlos anbieten
  3. Früher automatisieren, aber smart: Nicht auf 100% Automatisierung gehen, sondern 80/20
  4. AI für Personalisierung nutzen: Heute gibt es Tools, die AI nutzen, um Nachrichten zu personalisieren
  5. Leads außerhalb von LinkedIn finden: Das war meine größte Limitation. Viele meiner Zielkunden waren nicht aktiv auf LinkedIn.

Wie FastPal das SDR-Game verändert

Der größte Pain Point, den ich hatte: Ich konnte nur Leads erreichen, die auf LinkedIn aktiv waren.

Viele meiner besten Kunden, besonders Maschinenbau-Unternehmen oder lokale Dienstleister, nutzten LinkedIn gar nicht. Um die zu erreichen, musste ich auf Google Maps suchen, manuell E-Mails raussuchen, und dann hoffen, dass sie antworten.

Genau hier setzt FastPal an.

Problem #1: Lead-Findung außerhalb von LinkedIn

FastPal scannt Google Maps, findet Unternehmen basierend auf deinem ICP, und gibt dir sofort die Kontaktdaten (E-Mail, Telefon). Du kannst dann über mehrere Kanäle outreachen: LinkedIn, E-Mail, Telefon, sogar XING.

Keine manuellen Recherchen mehr. Keine verpassten Opportunities, weil jemand nicht auf LinkedIn ist.

Problem #2: Conversion im Sales-Call

Aber das ist nicht alles. Die Lead-Findung ist nur die halbe Miete. Das eigentliche Game-Changing-Feature von FastPal: Live-Sales-Coaching während des Calls.

Stell dir vor, du bist in einem Sales-Call, und FastPal analysiert in Echtzeit:

  • Die Stimmung des Kunden (positiv, neutral, skeptisch)
  • Pain Points, die erwähnt werden
  • Einwände, die du adressieren musst
  • Die beste nächste Frage, die du stellen solltest

Genau das macht FastPal. Wir helfen dir nicht nur, die richtigen Leads zu finden, sondern auch, sie erfolgreich zu closen.

Problem #3: Skalierung ohne Qualitätsverlust

Alle Strategien in diesem Artikel funktionieren, aber sie haben ein Problem: Sie skalieren nicht ohne Qualitätsverlust.

Entweder du machst alles manuell und hast hohe Conversion-Rates, aber kein Volumen.

Oder du automatisierst und verlierst 50% deiner Conversion-Rate.

FastPal löst dieses Dilemma, indem es dir erlaubt:

  • Leads automatisch zu finden (Google Maps Scraping)
  • Mehrere Kanäle gleichzeitig zu bespielen (LinkedIn, E-Mail, Telefon)
  • In Sales-Calls durch AI-Coaching besser zu performen

Du bekommst das Beste aus beiden Welten: Scale und Qualität.


Bereit, dein SDR-System auf das nächste Level zu bringen?

FastPal wurde aus genau diesen Erfahrungen heraus gebaut. Jede Funktion, die wir entwickeln, basiert auf realen Problemen, die ich selbst durchlebt habe.

Schau dir unsere Demo an und sieh, wie FastPal dein Sales-Team zum Umsatz-Monster machen kann.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Learnings

  1. Starte manuell, skaliere später: Lerne erst, was funktioniert, bevor du automatisierst
  2. Free Value ist dein bester Sales-Tool: Zeige, was du kannst, bevor du pitchst
  3. ICP-Definition ist alles: Lieber 500 perfekte Leads als 3.000 mittelmäßige
  4. 80/20 Split bei Automatisierung: Scale mit Automatisierung, aber gib High-Value Leads individuelle Attention
  5. Meide Coffee Chats: Deine Zeit ist wertvoll, filtere Zeitverschwender raus
  6. Nutze die richtigen Tools: LinkedIn Sales Navigator + Dripify + Google Sheet reichen
  7. AI für Personalisierung: Nutze moderne Tools, um Nachrichten zu personalisieren, ohne alles manuell zu machen

SDR Outreach ist kein Hexenwerk. Es ist ein System. Wenn du die richtigen Prozesse aufbaust, die richtigen Tools nutzt, und konsequent dranbleibst, kannst du skalieren ohne deine Conversion-Rate zu opfern.

Viel Erfolg!


Über den Autor:

Ich bin Jackson Ly, CTO und Co-Founder von FastPal. Mit meinem ersten Unternehmen habe ich in einem Jahr €125.000 Nettoumsatz generiert, hauptsächlich durch LinkedIn Outreach. Heute baue ich FastPal, um SDRs und Sales-Teams dabei zu helfen, mehr Deals zu closen durch:

  • Automatisches Lead-Finding (Google Maps, LinkedIn, XING)
  • Live-AI-Coaching während Sales-Calls
  • Sentiment-Analyse in Echtzeit

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